Das Birkenwäldchen

Geschützt in einem Birkenwäldchen und von Nachbarhäusern kaum einsehbar, steht unsere finnische Holzofensauna: ein riesiges Holzfass als Saunaraum, in dem 4 Menschen sitzen können. Zwischen den Saunagängen ruhen wir unter den Birken, sehen die Fledermäuse auf der Wiese jagen  und den weiten Sternehimmel. Wir genießen es, den Garten auch in der kalten Jahreszeit zu erleben, aufgeheizt von der Sauna  unterm Daunenschlafsack  – auch bei Minusgraden. Im frühen Jahr begleiten uns im Halbschatten des Birkenwäldchen Primeln, Lenzrosen, Narzissen und Teppiche von Blausternchen, Schneestolz und Elfenkrokus.

Ursprünglich gehörte dieser Teil des Gartens zur Wiese. Wir pflanzten kleine Birken und Säuleneiben. Mit den Jahren wurden die Bäumchen größer und durstiger und brachten mehr Schatten. Der Bewuchs unter den Birken wurde immer struppiger und verlangte eine Neugestaltung. Ich wollte dort Schattenstauden setzen und deckte den Boden einen Sommer lang 20 cm hoch mit Mulch ab. Im Herbst war das Gras unterm Mulch verschwunden und die Stauden konnten gepflanzt werden: Lenzrosen, Primeln, Salomonsiegel, Kaukasusvergissmeinnicht, Haselwurz , Lerchensporn und die zauberhaften Wildalpenveilchen.

Seitdem teste ich aus, was zwischen den gefräßigen Birkenwurzeln noch gedeihen kann. An sehr schattigen Stellen setze ich Zimmerefeu, diesen gibt es in sehr schönen Formen und Blattmusterungen. Er wächst nicht so stürmisch wie winterhärtere Freilandsorten, bedeckt aber den Boden langsam und moderat und lässt noch anderen Stauden Raum.

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